Zervixinsuffizienz im zweiten Trimester: Anzeichen, Untersuchung und Behandlungsoptionen
Eine Zervixinsuffizienz bedeutet, dass sich der Gebärmutterhals in der Schwangerschaft früher als erwartet verkürzt oder sich zu öffnen beginnt. Die Behandlung richtet sich nach der Schwangerschaftswoche, der Länge des Gebärmutterhalses, der Vorgeschichte und dem Risiko. Sie kann Progesteron, eine Muttermundnaht (Cerclage) oder engmaschige Kontrollen umfassen.
Was eine Zervixinsuffizienz ist
Eine Zervixinsuffizienz ist ein Zustand, bei dem sich der Gebärmutterhals früher als erwartet verkürzt oder sich zu öffnen beginnt. Sie verursacht oft keine Beschwerden. Deshalb wird die Länge des Gebärmutterhalses in der Schwangerschaft häufig per Ultraschall kontrolliert.
Wie Ärztinnen und Ärzte meist vorgehen
- transvaginaler Ultraschall zur Messung der Gebärmutterhalslänge
- Prüfung einer früheren Frühgeburt oder eines Schwangerschaftsverlusts im zweiten Trimester
- vaginales Progesteron, wenn der Gebärmutterhals kurz ist und bereits eine Frühgeburt stattgefunden hat
- Cerclage, eine Naht am Gebärmutterhals, in ausgewählten Situationen
- engmaschige Kontrolle mit Nachuntersuchungen und Ultraschallen
Ein Pessar, ein Hilfsmittel, das zur Stützung des Gebärmutterhalses in die Scheide eingesetzt wird, wird derzeit erforscht. In Deutschland ist es jedoch keine Standardbehandlung. Fragen Sie Ihre Frauenärztin, Ihren Frauenarzt oder Ihre Hebamme, ob es für Sie infrage kommt.
Wann Sie sofort ärztliche Hilfe brauchen
- regelmäßige Krämpfe oder Verhärtungen des Bauches
- anhaltender Druck im Becken
- blutiger Ausfluss
- Austritt von Fruchtwasser oder ein plötzlicher Schwall Flüssigkeit
- neue oder starke Rücken- oder Beckenschmerzen
Mehr erfahren
- NIH: Pregnancy (NICHD)
- CDC: Pregnancy
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